Bewegung mit Fragezeichen

Flugblatt der VP StAW

Die ÖVP StAW verschickte dieser Tage ein Flugblatt und trat für die rasche Realisierung der Hochwasser-Schutzmaßnahmen ein. GR Maximilian Titz und WB-Obmann Walter Petz, die das Flugblatt unterzeichnet haben, nehmen damit in erfreulicher Weise Abstand von GGR Wolfgang Seidl, der noch zu Weihnachten 2013 im VP-Gemeindekurier dafür eingetreten war, für die Hagenbachstudie ein Gegengutachten zu bestellen, dass seiner Ansicht nach beweisen würde, dass der Hagenbach eh harmlos wäre. Als „Beweis“ führt er an, dass das Donauhochwasser 2013 im Hagenbach keine Auswirkungen gezeigt hätte … und er unkt, dass es vor 2024 eh keine Geldmittel für Hochwasser-Schutzbauten geben würde.

Ganz anders nun Titz und Petz, denen, so schreiben sie, vom Bund signalisiert worden wäre, es könne bei Vorliegen eines einreichfähigen Projektes rasch gefördert und umgesetzt werden.

Andere Fragen, die auftauchen: In dem Flugblatt werden die Varianten 1, 2 und 3 vorgestellt … im Gemeinderat von St. Andrä-Wördern wurde jedoch kurz vor den Sommerferien ein Optionsvertrag für die Variante 4 beschlossen. Bisher kolportiert wurden drei mögliche Standorte für Rückhaltebecken in der Hagenbachklamm, hier werden nun zwei Varianten mit Retentionsbecken vor dem Bahndamm (als eh schon ausgeschieden) präsentiert.

Auf welchem Weg es zu einer Entscheidung über die zu realisierende Variante gekommen wäre (wenn es denn schon eine Entscheidung gibt), entzieht sich unserem Wissen. In den Sitzungsprotokollen des Gemeinderates von StAW haben wir dazu nichts gefunden. Und wir gehen doch davon aus, dass ein Projekt von € 6 Mio. (Minimum) vom Gemeinderat beschlossen wird …

Die etwas verwirrende Informationslage, zurückzuführen auf unverständliche kommunikative Enthaltsamkeit der Gemeinde, lässt aber auch hoffen … wo noch so viel in der Schwebe zu sein scheint, kann auch noch viel Einfluss genommen werden, um gemeinsam (Politik, Verwaltung, Fachleute und InitiativbürgerInnen) optimale Lösungen zu finden. Nicht zuletzt geht es um Liegenschaften und Existenzgrundlagen von 1000 GemeindebürgerInnen … und um sehr viel Steuergeld ...

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