Bewusstseinspegel Hochwasser

Eine publizistische Rundschau

Die im Gemeinderat von St. Andrä-Wördern vertretenen Parteien betreiben Websites und teilen sich den BürgerInnen zudem auch periodisch schriftlich mit. Wir haben die aktuellen Ausgaben der Online- und Printmedien auf Stellungnahmen zum Hochwasserschutz Hagenbach abgeklopft … hier ein Überblick.

Generell verdichtet sich beim Lesen online und offline der Eindruck, es ginge in der Lokalpolitik zwischen Wienerwald und Donau vor allem um Volksfeste, die Ehrung von Jubilaren und um Freizeiteinrichtungen. Schönwetterpolitik.

Bei Schlechtwetter wird der Hochwasserschutz aktuell … dazu haben wir relativ wenig gefunden.

Für die SPÖ ist das kein Thema. Weder auf der Homepage noch in der dort verlinkten jüngsten Ausgabe des „Hagenthaler“ vom April 2014 kommt die Hagenbach-Problematik vor.

Auch die ÖVP erwähnt den Hagenbach auf Ihrer Homepage nicht, aber immerhin nimmt GPO GR Maximilian Titz auf Seite 13 des „Gemeindekuriers“ Ausgabe Sommer 2014 auf Seite 3 Stellung, berichtet vom Gemeinderatsbeschluss über einen Optionsvertrag zum Ankauf notwendiger Flächen für ein „äußerst wichtiges Projekt Hochwasserschutz“ und kündigt an: „Ich werde mit meinem ÖVP-Team weiterhin sehr genau den Fortschritt dieses Projektes beobachten und bei Bedarf einlenken. Denn die evidenten Gefahren werden teils immer noch verkannt, wie ich aus etlichen Gesprächen erfahren musste.“

Die FPÖ zeigt sich ebenfalls hinsichtlich Hagenbach enthaltsam, was den Online-Auftritt betrifft. In der dort verlinkten Ausgabe des „Freiheitlichen Gemeindekurier“ widmen die Blauen dem Hochwasserschutz jedoch eine ganze Seite … mit stark parteipolitischen Akzenten, die schon im Untertitel ersichtlich sind: „Angst und Panikmache bei der Bevölkerung durch die Grünen!“ Im übrigen wird Bürgermeister Stachelberger der Rücken gestärkt und das aktuelle Projekt befürwortet und auf das Problem verwiesen, dass die Verhandlungen über die Projektfinanzierung überhaupt erst geführt werden müssten. „Das heißt im Klartext, dass wir zwar aufgrund von Gutachten des Landes gezwungen sind, Hochwasserschutzmaßnahmen zu ergreifen, Bausperren verhängen mussten und für die bisher gesetzten Schritte selbst viel Geld in die Hand nehmen mussten, eine zeitlich fixe Zusage, wann wir Fördergelder erhalten und mit dem Bau beginnen können, gibt es jedoch nicht.“ heißt es dort.

Dazu möchten wir gern anmerken, dass nicht die Gutachten des Landes die Hochwasserschutzmaßnahmen erzwingen, sondern die reale Überflutungsgefahr des Hagenbachs, die durch die Hagenbachstudie umfassend dokumentiert wurde.

Die Grünen informieren recht ausführlich über die Problematik rund um den Hagenbach und präsentieren eine Sammlung themenbezogener und weiterführender Links, inklusive der jüngsten Aktivitäten unserer „Initiative Hagenbach“ — „Dankenswerter Weise arbeiten ja auch GemeindebürgerInnen an dem Projekt aktiv mit. Die daraus erhaltenen Informationen, Anregungen und Aufforderungen habe ich dem Amtsleiter Peter Ohnewas und dem Bürgermeister Alfred Stachelberger natürlich übermittelt – Norbert Bregel“ — und etlicher Dokumente zu den Fragen rund um Hangrutschungen in der Hagenbachklamm, die in den bisherigen Projektierungen offenbar noch nicht berücksichtigt wurden. Auch die Grüne Gemeindezeitung vom Mai 2014 widmet sich u.a. ausführlich dem Hagenbach und stellt fest: Warten ist fahrlässig. Die derzeit aktuelle „Projektvariante 4“ wird in Details vorgestellt, auch die offenen Fragen und kritischen Anmerkungen werden über eine umfangreiche Link-Liste erwähnt.  

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