Die fahrlässige Vermehrung der Knöterich-Plage

Wir haben über die Gefahren berichtet, die der rasant wuchernde und an der Dammsubstanz knabbernde Knöterich mit sich bringt. Europaweit wird versucht, der Plage Herr zu werden, die dieser aus Japan stammende Neophyt entlang der Ufer von Flüssen und Seen ausbreitet. Ein Patentrezept wurde noch nicht gefunden. Empfohlen wird, den Knöterich oft zu mähen – bis zu sechs Mal im Jahr – und danach die abgemähten Pflanzenteile weder liegenzulassen noch zu kompostieren, sondern zu verbrennen. Warum? Weil selbst kleinste Knöterich-Teile sofort wieder Wurzeln treiben und das Liegenlassen nach dem Abmähen einer Vermehrung durch Stecklinge gleichkommt. 

Nichts von alldem ist offenbar bis in die Amtsstuben von StAW vorgedrungen, obwohl erst bei er unlängst abgehaltenen Info-Veranstlatung die Knöterich-Beseitigung ein ausführlich diskutiertes Thema war. Gemeindesekretär Peter Ohnewas formulierte: "Wir sind dem Knöterich ausgeliefert!" Sind wir nicht ... auch wenn es DAS Patentrezept gegen das wuchernde Pflanzenmonster gibt, gibt es genug viele Ansätze, die Ausbreitung zumindest einzudämmen. In unserer Gemeinde findet derzeit noch das Gegenteil statt – die unlängst erfolgte Mähaktion an den Hagebachdämmen führte genau dazu, was eigentlich vermieden werden sollte: Die Pflanzenreste blieben liegen, können vom Hagenbach in Strömungsrichtung weitertransportiert werden, neu anwurzeln ... "Wir haben's nicht besser gewusst!" ist keine Ausrede mehr. Das Thema wurde angeschnitten, es war reichlich Zeit, sich zu informieren und die mähende Truppe entsprechend zu instruieren und die Beseitigung des Knöterich-Grünschnitts zu veranlassen. Passiert ist nichts von dem, und das können wir nicht anders interpretieren, als dass hier grobe Fahrlässigkeit gegenüber der Stabilität der Hagenbach-Dämme an den Tag gelegt wird. 

 

abgemähter Knöterich
Das Ergebnis der Mähaktion vom 8. 10. 2014: Wenn man den Knöterich aktiv vermehren wollte, könnte man nicht effizienter vorgehen ...

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