Verklausungen durch Wildholz aus der Hagenbachklamm: Keine Antworten - weitere Fragen

In der Sitzung des Gemeinderates von St. Andrä/Wördern am 31. 3. 2017 gab es keinerlei Aussage über die Errichtung eines Wildholzrechens am Ausgang der Hagenbachklamm. Nun erfahren wir (nicht von der Gemeinde selbst ...), dass seit einiger Zeit der Bericht über eine Wildbachbegehung im Gemeindegebiet vorliegen soll, der ebenfalls auf die Gefahr von Verklausungen durch Totholz hinweist. Die Intiative Hagenbach hat sich daher neuerlich mit einem Brief an die Verantwortlichen in der Gemeinde gewandt, dessen Inhalt wir hier wiedergeben:

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

Im Amtsblatt 1/2017 veröffentlichten Sie einen Bericht, wonach in den Monaten Februar und März die im Ortsgebiet befindlichen Wildbäche von einer externen Firma begangen wurden und gemäß den Bestimmungen des Forstgesetzes ein Bericht erstellt werden wird.

Nach uns bekannten Informationen liegt Ihnen der Bericht seit mehreren Wochen vor.

Wir ersuchen Sie, uns diesen Bericht zur Verfügung zu stellen, auch auf der Homepage der Marktgemeinde zu veröffentlichen und ihn auch als Tischvorlage für die nächste – seit vielen Monaten überfällige – Sitzung des Arbeitskreises Hagenbach vorzusehen.

Da, wie erwähnt, der entsprechende Bericht Ihnen vor der am 31.3.2017 statt gefundenen Gemeinderatssitzung vorlag, sind wir sehr verwundert, dass er im Rahmen der Gemeinderatssitzung nicht einberichtet wurde. 

Aus Kenntnis der Situation an einigen Wildbächen im Ortsgebiet nehmen wir an, dass bedeutende Arbeiten erforderlich sein werden, um die durch Wildholzeintrag auftretenden Gefahren abzuwehren.  

Weder im regulären noch im kürzlich beschlossenen Nachtragsvoranschlag sind hierfür Finanzmittel budgetiert. 

Wie werden Sie daher sicherstellen, dass die notwendigen Arbeiten raschest veranlasst werden? So es einen Zeitplan für die Arbeiten an den einzelnen Wildbächen geben sollte, ersuchen wir um Übermittlung.

In unserer von 20 OrtsbürgerInnen unterstützten „Erinnerung" zum Nachtragsvoranschlag haben wir auf das Tot- und Wildholzpotential in der Hagenbachklamm hingewiesen und auf die unabdingbare Notwendigkeit der Errichtung eines Rechens hingewiesen. 

Mehr als bedauerlich, haben weder Sie noch andere Gemeinderäte auf diese „Erinnerung“ in der Debatte inhaltlich Bezug genommen und das Nachtragsbudget unverändert angenommen.

So Ihnen die Bedeutung des Themas Wild- und Totholz noch nicht eingehend bewusst geworden ist, erlauben wir uns auf die am 30.3.2016 vorgefundene Situation, hier insbesondere bzgl. des Hagenbaches, hinzuweisen:

Fotodokumentation Wildholz Hagenbach

Aus den Fotos geht hervor, dass sich in der Hagenbachklamm bedeutende Mengen an Tot-und Wildholz bachnahe befinden, die bei höherer Wasserführung mobilisiert werden können. In weiterer Folge sind Verklausungen an den Brücken zu erwarten.

Zudem weisen wir auf die absolut ungenügende Bekämpfung des Staudenknöterichbewuchses beim Bründlquellenweg hin. Die auch durch den Staudenknöterich bereits weitgehend zerstörte rechtsufrige Uferbefestigung ist nunmehr schon über mehrere Jahre hinweg nicht saniert. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass die gemäß Forstgesetz jährlich vorgeschriebenen Wildbachbegehungen diesen Missstand bislang nicht thematisiert haben bzw. einschlägige Sanierungsarbeiten noch immer nicht veranlasst wurden.

In Erwartung Ihrer geschätzten Auskunft und der angefragten Unterlagen verbleiben wir

Mit freundlichen Grüßen 

Franz Meister & Liselotte Frühstück
für die Initiative Hagenbach

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