NÖ-Atlas: In der Hagenbachklamm kein Bau ohne Expertengutachten zulässig

Der geologische Dienst des Landes NÖ hat den niederösterreichischen Gemeinden in den vergangenen Monaten Karten über sogenannte „geogene Gefahren“ übermittelt … auch StAW sollte im Besitz einer solchen Karte sein, und falls nicht, kann sie sie dort beziehen, wo wir sie auch bekommen haben: Im Online-NÖ-Atlas …

Was die Rutschungsgefahren in der Klamm und im speziellen im Baugebiet des geplanten Retentionsbeckens der Variante 4 anlangt, ist die Gefahren-Hinweiskarte eindeutig: Das Gebiet ist, wie praktisch de gesamte Klamm, orangebraun eingefärbt. In der Legende zur Karte steht für Areale mit dieser Farbmarkierung: Genaue Erkundung unverzichtbar. Und es wird auch erläutert, was unter einer „genauen Erkundung“ zu verstehen ist: die die Gewinnung direkter Aufschlüsse durch Probenahmen etc. und die Erstellung eines schriftlichen Gutachtens durch Experten.

Wir sind schon gespannt, welches Gutachten man uns bei der Info-Veranstaltung am 19. September vorlegen wird … soll jedenfalls niemand sagen, der Aspekt der geogenen Gefahren sei erst jetzt überraschend aufgetaucht … Jahrhunderte wohldokumentierter Rutschungen in der Hagenbachklamm illustrieren, auf welchem Boden man ein Rückhaltebecken – sprich: einen temporären Stausee – errichten will.

NÖ Atlas - Geogene Gefahren
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