Die linearen Maßnahmen

Unter dem Stichwort „lineare Maßnahmen“ fasste DI Huber jene Vorhaben zusammen, die im Abflussbereich des Hagenbachs von der Straßenbrücke bis zur Mündung sicherstellen sollen, dass bei HQ100 keine Ausuferungen des Baches erfolgen. Es geht dabei vor allem darum, durchgängig einen Abflussquerschnitt zu erzielen, der die angepeilten 15 m³/s zuverlässig abführen kann. Dafür sei es u.a. entlang der Dämme im Ortsgebiet erforderlich, den Querschnitt zu erhöhen. Dies sei vor allem dadurch zu erreichen, dass die bachseitigen Wände der Dämme steiler gehalten und höher als jetzt mit Steinen stabilisiert werden. Zugleich sind die nötigen Sanierungsmaßnahmen an den bestehenden Dämmen vorzunehmen.

Für die „linearen Maßnahmen“ gibt es noch keine einreichfähige Planung, da dafür zuerst die Planung der Retention abzuschließen wäre. Erst danach hätte man die verlässlichen Daten, die die Einreich- und Detailprojektierung erlauben würden. Auch da dann das Procedere der Förderungsansuchen etc. – also bei den „linearen Maßnahmen“ derzeit ebensowenig ein konkreter Realisierungshorizont absehbar wie bei der Retention.

Eingefordert wurde von TeilnehmerInnen auch, dass bei der künftigen Ausgestaltung der optimierten Dämme ökologische und ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt würden.

Absehbar ist hingegen, so Diskussionsteilnehmer, das Risiko, das sich zusammen mit dem Knöterich ausbreitet. Diese aus Asien eingeschleppte Neophyten-Pflanze hat an mehreren Stellen bereits den Dammbereich des Hagenbachs überwuchert und teilweise auch schon die Dammbasis bis auf die Landseite durchwurzelt. Es wurde berichtet, dass man seitens der VIA Donau mit Nachdruck an Möglichkeiten arbeite, der Überhand nehmenden Pflanze Herr zu werden, ohne bisher ein verlässliches Rezept gefunden zu haben. Die Empfehlung des Umweltministeriums und des Amtes der NÖ Landesregierung, bei Knöterich-Befall sechsmal jährlich sorgfältig zu mähen, ist jedenfalls offenbar noch nicht bis in die StAW-Amtsstuben vorgedrungen. Hier wird nach wie vor zweimal pro Jahr gemäht und das so, dass das Mähgut teilweise als Steckling wirkt und die Ausbreitung der Pflanze eher begünstigt als behindert wird. Dringender Handlungsbedarf ist gegeben!