10. Partizipation der BürgerInnen

Gibt es seitens Ihrer wahlwerbenden Gruppe Ideen und/oder Konzepte, in welcher Weise in der kommenden Legislaturperiode die Partizipation von BürgerInnen an Gemeinde-Entscheidungen eingeführt bzw. verbessert werden soll?
Unterstützen Sie die Einsetzung eines BürgerInnenbeirates für die Vorbereitung und Umsetzung des Hochwasserschutzprojektes, in dem die betroffenen LiegenschaftseigentümerInnen aktiv mitwirken können?

Die Vorgänge rund um die schleppende Realisierung des Hagenbach-Hochwasserschutzes haben es schmerzlich vermissen lassen, dass es in St. Andrä/Wördern bereits eingespielte Formen einer Beteiligung von BürgerInnen an der Entscheidungsfindung der Marktgemeinde bzw. der Durchführung von Maßnahmen gibt. In zahlreichen anderen kommunalen Bereichen von StAW mehren sich die Stimmen von BürgerInnen, die ihre Unzufriedenheit äußern, und münden in Bewegungen und Initiativen. Auch die Transparenz der Gemeindepolitik und ihrer Motive für konkrete Entscheidungen lässt ein enormes Potenzial an Verbesserungsmöglichkeiten erkennen.

In ganz Österreich gibt es von der Länderebene bis hinter zum kleinen Dorf bereits eine Vielfalt bewährter Partizipationspraxis. Es geht also nicht um waghalsige Experimente, die das Gemeinwohl aufs Spiel setzen, sondern im Gegenteil um die Einlösung einer Forderung, die in der Luft liegt und inzwischen ja auch von den Theoretikern fast aller politischen Lager eingefordert wird … es gibt keinen vernünftigen Grund, an den erstarrten Formen von gestern festzuhalten.

Die Etablierung funktionierender Partizipationsmodelle gelingt sicherlich nicht von heute auf morgen, sondern bedarf der gemeinsamen Diskussion, Konzeption und der Experimentierfreude mit Modellen in gesicherten Räumen. Dafür erwarten wir die offene Bereitschaft zum konstruktiven Gespräch, aber auch zur zügigen Umsetzung. Gut eingebundene BürgerInnen nehmen gern an der Verantwortung für das Gemeindegeschehen teil.