Hochwasser ver(un)sichert?

Der Versicherungsschutz gegen Hochwasser sei in Österreich – gegenüber der BRD und der Schweiz – leider etwas unterentwickelt, berichtet das Online-Versicherungsportal “top versichert”. Auf dieser Website sind auch Tipps für optimale Risiko-Absicherung bei Hochwasser zu finden.

Wie zu erwarten zeigt sich, dass bei steigendem Risiko die Prämien teurer und die Deckungs-Höchstgrenzen niedriger werden. Besonders arg trifft es Menschen, die ihre Objekte in HQ 30-Gebieten versichern wollen – sofern die Versicherung der Wahl das Risiko überhaupt übernimmt, lässt sie es sich gut bezahlen. Eine Übersicht über die einschlägigen Konditionen der einzelnen Versicherungsträger bietet der Versicherungsverband Österreich.

Wer auf Nummer sicher gehen will, tut gut daran, sich an den Versicherungsberater seines/ihres Vertrauens zu wenden und die existierenden Polizzen zu durchforsten. Wenn zum Beispiel ein Objekt in einem von der HORA-Karte ausgewiesenen HQ 30-Bereich liegt (und da hilft es in Bezug auf versicherungstechnische Risikoeinschätzungen überhaupt nichts, dass die Marktgemeinde St. Andrä-Wördern solche Gebiete pauschal als HQ 100 definiert) und es wurde beim Abschluss des Versicherungsvertrages dieser Umstand noch nicht berücksichtigt, kann es im Falle eines Hochwasserschadens zu Problemen mit der Versicherungsleistung kommen. Ärgerlich für jene LiegenschaftsinhaberInnen, die guten Glaubens ihre Objekte erworben und versichert haben und nun realisieren müssen, dass sie dank des seitens Gebietskörperschaften und Behörden hausgemachten erhöhten Hochwasserrisikos (Stichwort ÖBB-Überführung über den Hagenbach) mit gravierenden wirtschaftlichen Einbußen konfrontiert sind.